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Konstruktionen 1.2

URBANORGANISMUS könnte auf optimistische Weise das Prinzip der "Konstruktionen" genannt werden: Das Organische im Urbanen finden. Das Konstruierte und das sich-selbst-Konstruierende. Graffiti aus Chlorophyll ist die Substanz des Substanzverlustes. ​

Während die Formen der "Konstruktionen" zur Abstraktion neigen oder zur scheinbar selbstgenügsamen, aber doch kommunikationsreichen Bildlichkeit des Graffitos, schreit die durch die Schranke der Repräsentation isolierte Substanz nach Aufmerksamkeit.

Die "Konstruktionen" erinnern daran, dass auch die Abstraktion das Objektive (oder vielmehr: das Streben zum Objekt) nicht leugnen kann. Sie sollen etwas referenzieren, das erst benannt werden muss.

Das bedeutet für uns alle, dass wir auf der Suche nach dem Widerhalt von Welt sind.

Die "Konstruktionen" erlauben sich selbst, dorthin zurückzufließen. In ihnen (k)lebt die Biosubstanz auf dem Beton der Städte, deren Existenz zu leugnen pervers wäre. Die nur Kunst zeigen wollende Kunst muss und wird in der menschlichen Praxis davor scheuen.

An der Wand eines Wohnzimmers sind die "Konstruktionen" nicht nur Kunst. Sie erlauben, Welt zu leben.

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